Höhentraining in Colorado Springs

 

Halli Hallo Ihr Lieben,
zur Zeit bin ich in Colorado Springs.
Ich merke total, dass ich in der heißen Olympiaphase bin. Der Reiseaufwand ist auf ein Maximum, täglich Presseanfragen im Briefkasten, das Training wird immer intensiver..
Seit der offiziellen Nominierung vom DOSB geht es rund!
Hier im OTC (Olympic Training Center) lässt es sich aber ganz gut aushalten.
Na ja, wenn man vergisst, dass es im Zimmer keine Schränke gibt und die Gemeinschaftsduschen- und Toiletten genau 60 Schritte vom Zimmer entfernt sind.
Ja- ich habe gezählt. Schließlich überlegt man sich 2x, ob man Nachts aufsteht und die Reise zur Toilette Antritt.
Dafür ist das Essen in der Mensa super, der Kraftraum riesig und der Medizinische Bereich mit Eisbad, E- Becken, Recovery Pumps und und und… auf dem neusten Stand.
Die Radrennbahn ist für eine 333m Beton Piste auch ganz okay.
Wie gesagt- die 3,5 Wochen lassen sich hier ganz gut aushalten.
Das Training läuft wirklich ganz gut.
Durch die Messsysteme an unseren Rädern lassen sich super Vergleiche zu den letzten Aufenthalten hier aufstellen.
Wenn gleich es immer eine neue Herausforderung ist, sich hier auf die Höhe anzupassen. Wir liegen hier auf 2.000 Höhenmeter. 
Da wir hier sehr hohe Intensitäten fahren, ist diese Anpassung sehr wichtig. Ansonsten, so sag ich mal ganz salopp, überhitzt der Motor total und die Olympische Spiele müssen ohne Turbolader stattfinden.
Mittlerweile bin ich aber die Höhe gewöhnt und weiß wie ich reagieren muss.
Dazu zählt unter anderem, dass die ersten Tage wirklich auf die Bremse gedrückt werden muss, ständige Ruhepuls- und Sauerstoffschuldüberwachung.
Am Dienstag hatten wir den ersten von zwei Ruhetagen hier.
Dies mussten wir nutzen um auf den Pikes Peak zu fahren.
Der Pikes Peak ist 4301 Hhm und landschaftlich einfach ein Genuss. Der Aufwand lohnt sich wirklich total.
Wir Sprinter lassen es uns natürlich nicht nehmen, dort etwas rum zu klettern. Wer stand denn schon in Sandalen im Schnee?
Erschrocken bin ich aber immer wieder, wie mir von dem bisschen bewegen, die Pumpe geht. Sprich, wie krass der Unterschied von 2.000 auf 4.300 Hhm ist. 
Nach ca 45 Minuten habe ich immer leichte Kopfschmerzen, die dann aber beim „Abstieg“ wieder weg gehen. 
Bergsteigen will gut vorbereitet sein.
Nun gut, ich schicke schönes Wetter nach Deutschland,
Liebe Grüße,  Eure Kristina